Unerkannte Überexpositionen beim digitalen Röntgen

kszeifert 12 Jan, 2012 10:00

Die Etablierung digitaler Röntgenverfahren hat zu einem veränderten Umgang mit der Strahlendosis geführt. Dieser Umgang ist noch verbesserungswürdig.  Hersteller, Arztpraxen und Krankenhäuser werben heute häufig mit dem niedrigeren Dosisbedarf ihrer neuen digitalen Röntgenanlagen Aber ist das auch wirklich immer so der Fall?In Zeiten der analogenn Röntgentechnik war das relativ klar. Überbelichtete Aufnahmen waren zu dunkel - unterbelichtete Aufnahmen waren zu hell. Man musste exakt auf die vorgegebene Film-Folien-Empfindlichkeit belichten, um ein brauchbares Röntgenbild zu erhalten. War das nicht der Fall, wusste jeder sofort, dass mit der Aufnahme etwas schief gelaufen war. War die Belichtungsautomatik defekt musste man das Röntgen einstellen oder alles frei belichten. Insofern war das ein sich selbst regulierendes System.Digital ist das anders. Selbst stark überbelichtete Aufnahmen, wie sie entstehen können , wenn die Grenzwertabschaltung bei defekter Belichtungsautomatig einspringt, sind brauchbar und oft noch von bester Qualität. Unterbelichtete Aufnahmen bekommen dagegen zunehmend ein Rauschen.