Etwas zum 1. April

Das "John Thomas Zeichen"

Karl-Heinz Szeifert 1 Apr, 2019 00:00

Röntgenzeichen, sind typische Abweichungen vom Normalbefund eines Röntgenbildes (bzw. in einem anderen bildgebenden Verfahren), die auf eine bestimmte Erkrankung hinweisen.

Sie sind in der klinischen Befundung eine wertvolle Hilfe und didaktisch nützlich. Die meisten Röntgenzeichen sind so typisch, dass sie gemeinsam mit den klinischen Befunden eine Diagnose beweisen.

Das nachfolgend beschriebene Röntgenzeichen ist allerdings eher als radiologischer Witz gemeint:

Das so genannte "John Thomas Zeichen"

So wie es beispielhaft in der nebenstehend abgebildeten Röntgenaufnahme zu erkennen ist:

Am linken Oberschenkel erkennt man eine pertrochantäre Oberschenkelfraktur und der Penis zeigt nach links auf die Seite der Verletzung.

Genau das ist mit dem „John Thomas-Zeichen“ gemeint.

In diesem Fall ist das Zeichen positiv, da der Weichteilschatten des Penis auf die pathologische Seite zeigt . Das trifft gemäß von Studien angeblich in etwa 50% der Fälle zu.

Es gibt sogar Publikationen dazu, z.B. diese hier. Natürlich etwas augenzwinkernd geschrieben.

John Thomas Zeichenl Foto: Wikipedia

Sehr im Sinne des Strahlenschutzes wurden die beobacheten „John Thomas-Zeichen“ in den letzten Jahren deutlich seltener, da eine korrekte Anwendung von Strahlenschutzmittel am Patienten, insbesondere die korrekte Anlage einer Hodenkapsel, die Zeigerposition des Penis nicht mehr erkennen lässt - oder?


Quellen:

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