Die Hounsfield-Skala im CT

kszeifert 9 Mar, 2012 10:00

Mit der Hounsfield-Skala wird in der Computertomographie (CT) die Abschwächung von Röntgenstrahlung in Gewebe beschrieben und für die Darstellung in einem Graustufenbild benutzt. Die Werte können Gewebearten zugeordnet und pathologische Abweichungen erkannt werden. Die zugrundeliegende Gewebeeigenschaft wird oft auch physikalisch ungenau als (Röntgen)dichte bezeichnet.Die CT-Zahl oder der CT-Wert wird in Hounsfield-Einheiten (HE) oder Hounsfield units (HU) auf der Hounsfield Skala gemessen, die der englische Elektrotechniker Godfrey Hounsfield vorgeschlagen hat. Die CT-Zahl lehnt sich an den linearen Schwächungskoeffizienten μ an, der beschreibt, wie monochromatische Röntgenstrahlung beim Durchdringen von Materie entlang des durchstrahlten Wegs abgeschwächt wird. Röntgenröhren erzeugen Bremsstrahlung. Durch das unterschiedlich starke und in unterschiedlicher Tiefe stattfindende Abbremsen der Elektronen auf dem Teller der Drehanode entsteht keine monochromatische Röntgenstrahlung, sondern ein elektromagnetisches Spektrum und die gemessenen µ-Werte beziehen sich auf dieses Spektrum. In Computertomographie wird mit Röhrenspannungen zwischen 80 und 140 kV gearbeitet. Röntgenröhren haben bauartbedingt unterschiedliche Strahlenqualitäten. Diese wird durch geräte- und herstellerspezifisch unterschiedliche Vorfilterungen weiter stark verändert, indem niederenergetische Anteile des Spektrums, die in erster Linie die Strahlenbelastung des Patienten erhöhen, aber wenig bis gar nicht zur Bildgebung beitragen, entfernt werden.