Giraffenhalsfrauen - Panzer für die Schönheit

kszeifert 9 Apr, 2012 09:00

Die sogenannten "Giraffenhalsfrauen" des Padaung-Volkes tragen von Kindheit an einen schweren Halsschmuck aus Ringen, der die Schultern deformiert und den Hals scheinbar verlängert.Die Ringe waren früher aus purem Gold, heute bestehen sie allerdings nur noch aus Messing. Der Schmuck wird von den Frauen niemals abgenommen und wird bis zu 10 Kilogramm schwer und bis zu 40 Zentimeter hoch. Bereits im zarten Alter von fünf Jahren erhalten Mädchen ihren ersten Ring um den Hals. Jedes Jahr kommt ein neuer Ring dazu. Frauen mit etwa 30 Lebensjahren besitzen dann einen Schwanenhals, der durchaus 30 bis 40 cm lang sein kann. Die Padaung-Frauen tragen dabei ihren Halsschmuck mit großem Stolz. Je mehr Ringe eine Frau hat, umso höher ist ihr Ansehen in der Gesellschaft. Findige Geschäftemacher belebten damit den Ethno-Tourismus: Zahlreiche Frauen, die seit Ende der 1980er Jahre von Myanmar nach Thailand flüchteten, werden in Schaudörfern als „Long Neck Karen“ bzw. als „Giraffen(hals)frauen“ vermarktet.  ...

Radium für das Auge

rockpop 5 Apr, 2012 09:00

Degnen's Radio-Active Eye Applicator (1915-1930)Der coole Applikator in Brillenform wurde entsprechend der Radium226-Aktivität in drei Stärken angeboten: (Single-X) (Double-X) und (Triple-X). Der Artikel wurde unter dem Namen  "Degnen der radioaktiven Eye Applikator" von der Radium Appliance Company aus Los Angeles, Kalifornien hergestellt., die auch noch weitere radiumhaltige Produkte vertrieb.Laut Aussage der Firma "Radium Appliance Company" würde dieses Wundermittel beste Erfolge bei diversen Augenkrankheiten, wie zum Beispiel latentem Schielen, Kurz- und Weitsichtigkeit garantieren. Auch Kopfschmerzen - verursacht durch Überanstrengung der Augen - würden nach regelmäßiger Anwendung des Applikators nachlassen.

Die ungewöhnlichen Rö-Fotos von Nick Veasey

rockpop 30 Mar, 2012 09:00

Die ungewöhnlichen Röntgenfotos von Nick Veasey  Nick Veasey  ist der "X-Ray Man". Der Brite macht die ungewöhnlichsten Röntgenfötos. Er fotografiert dabei Menschen, Tiere und Pflanzen, genauso wie Alltagsgegenstände, wie das im Titelbild abgebildete Dessous. Aber auch schweres technisches Gerät - eben alles was ihm vor die Röhre kommt: Autos, Busse und sogar Flugzeuge - selbst wenn das für ein Bild bis zu drei Jahren braucht. Wenn der "X-Ray Man" auf den Auslöser drückt, muss er sich vor der gefährlicher Strahlung schützen. Seit 15 Jahren fotografiert er mit Röntgenstrahlen und gewährt somit nicht nur einen Blick auf die Dinge, sondern durch sie hindurch. ...

Fremdkörper in Anus und Rektum

rockpop 19 Mar, 2012 10:00

Ein Fremdkörper in Anus und Rektum, häufig auch rektaler Fremdkörper genannt, ist ein meist durch den After in den Mastdarm (Rektum bzw. lat. Rectum) eingeführter und dort befindlicher Gegenstand. Er kann klinisch relevant werden, wenn er sich vom Patienten nicht in der vorgesehenen Weise problemlos wieder entfernen lässt.Es gibt keine zuverlässigen Daten über die Häufigkeit von klinisch relevanten rektalen Fremdkörpern. Sie dürfte langfristig betrachtet zugenommen haben und ist in jüngster Zeit ein häufiger zu beobachtendes Phänomen. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch.Fremdkörper in Anus und Rektum finden sich bei Männern erheblich häufiger als bei Frauen. Das Geschlechterverhältnis beträgt ungefähr 28:1. Eine Metastudie aus dem Jahr 2010 kommt zu einem Geschlechterverhältnis von ungefähr 37:1. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 44,1 Jahren....

Uromas "Revigator" für prickelnde "energiereiche" Getränke

kszeifert 13 Dec, 2011 10:00

Etwa ab 1920 war der sogenannte "Revigator" in Mode gekommen. Dabei handelte es sich um Maschinen und Apparate verschiedener Bauart und Ausführung, die alle einem Zweck dienten: Radioaktives Radon-Gas ins Trinkwasser zu pumpen. So bereiteten sich Uroma und Oma ein prickelndes, angeblich gesundes, aber wohl kaum belebendes Mineralwasser ähnliches Getränk.Gerade Radon galt als zu damaliger Zeit als heilbringend. In der Krankheits-Prophylaxe und in der Rehabilitation nach schweren Verletzungen wurde radioaktives Wasser etwa von 1920 bis Mitte der dreißiger Jahre in relativ hoher Konzentration oral verabreicht. "Radithor", das damals populärste Produkt, sorgte 1932 für Schlagzeilen und einen handfesten Medizin-Skandal. Das makabrerweise auch in der Tumor-Prophylaxe eingesetzte Mittelchen entpuppte sich als Auslöser von Krebserkrankungen im Kopf-, Rachen- und Halsbereich.

Doramad - Zahncreme für "strahlend" weiße Zähne

kszeifert 7 Nov, 2011 10:00

"Doramad" - die radioactive Zahncreme (ca. 1940-1945) Was heutzutage undenkbar ist und sehr naiv anmutet , gab es in den Jahren 1940 bis 1945 wirklich. Doramad - die Zahncreme, die 1940 in Deutschland auf den Markt kam, enthielt Thorium-X - eine Mischung aus Thorium und anderen radioaktiven Substanzen. Die damals neuartige Zahncreme  versprach "strahlend" weiße Zähne und Bakterienabtötung durch radioaktive Strahlung. Sie zählte damals als Meilenstein technischer Errungenschaften und wurde mit den Slogans: Biologisch wirksam  -  Reinigend  -  Keimtötend  -  Erfrischend - "Strahlend"  als „Wunderheilmittel“ angepriesen."kszeifert