Schultereckgelenksverrenkung (AC-Gelenksprengung)

kszeifert 16 Feb, 2012 10:00

Die Schultereckgelenksverrenkung (auch Schultereckgelenk-Sprengung, AC-Gelenk-Sprengung, ACG-Sprengung oder AC-Sprengung) ist eine durch traumatische äußere Einwirkungen verursachte komplette oder inkomplette Sprengung des Schultereckgelenkes.Sie entsteht zumeist durch eine direkte Gewalteinwirkung bei Sturz auf die Schulter. Die Lokalisation, sowie die Art der Verletzung, sind von der Stellung des Schultergelenkes beim Sturz und der äußeren Gewalteinwirkung abhängig. Hierbei kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Riss der Gelenkkapsel und der Bänder.Bei einer kompletten Ruptur und angedeutet auch bei größeren Teilrupturen kann bei der körperlichen Untersuchung das meist schmerzhafte „Klaviertastenphänomen“ ausgelöst werden:

Schulter röntgen - Welche Einstellung bei welcher Fragestellung?

kszeifert 26 Oct, 2011 10:00

Bei der relativ großen Anzahl von möglichen Schultereinstellungen in der Röntgendiagnostik ist es nicht immer einfach und ganz klar, bei welcher Indikation welche Projektion die Fragestellung am Besten beantwortet.Die „Ärztlichen Stelle“ Westfalen-Lippe findet hat jetzt hierzu eine Tabelle erstellt, aus der hervorgeht, welche Einstellungen bei welchen Fragestellungen und Indikationen im Schulterbereich empfohlen werden.In der Röntgendiagnostik ist die Abbildung eines zu untersuchenden Skelettabschnittes in der Regel in wenigsten zwei Ebenen anzustreben.Bei der Röntgenuntersuchung des Schultergelenks ist die Aufnahme nach Grashey »transglenoidal« die Standardaufnahme = a.-p.-Aufnahme (auch als true-ap-Aufnahme bezeichnet):Qualitätskriterien: vollständig überlagerungsfreie Darstellung des Caput humeri und des Gelenkes, die Cavitas glenoidalis (Gelenkfläche der Scapulapfanne) ist strichförmig bis oval abgebildet, der Subakromialraum ist gut einsehbar.Lagerung des Patienten: Schulterblatt der aufzunehmenden Seite flach am Stativ anliegend (d. h. Gegenseite um 45° angehoben), der Oberarm hängt in Supination nach unten, Kopf zur Gegenseite drehen lassen.Die 2. Ebene wird je nach Fragestellung eingestellt. Erst nach Zwischenbeurteilung der Standard- bzw. Übersichtsaufnahme sollte bei Fragestellung Fraktur/Luxation entschieden werden, welche Einstelltechnik als 2. Ebene eine sinnvolle Abklärung bringt; wobei die transthorakale Aufnahme, auf Grund der hohen Strahlenexposition, als obsolet anzusehen ist.