Gefahr von Hirnblutungen erkennen, bevor sie entstehen.

kszeifert 27 Jun, 2012 09:00

Durch Aneurysmascreening familiär vorbelastete Patienten schützenBerlin, Mai 2012 – Dank moderner bildgebender Verfahren entdecken Neuroradiologen heute immer häufiger lebensbedrohliche Aussackungen von Hirnarterien, sogenannte Hirnaneurysmen, bevor diese reißen und eine Hirnblutung verursachen. Bei der Mehrzahl der Patienten – rund 200 000 im Jahr – finden Ärzte das Aneurysma zufällig, etwa bei Abklärung anderer Erkrankungen mittels Computertomografie oder Magnetresonanzangiografie. Die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) rät allerdings davon ab, Patienten reihenweise zu untersuchen und zu behandeln. Denn Nutzen und Risiken eines Screenings und der anschließenden Behandlung des Aneurysmas müssten bei jedem Patienten individuell abgewogen werden, so die Experten. Da Hirnaneurysmen familiär gehäuft auftreten, kann für Verwandte von Betroffenen die vorsorgliche Untersuchung bei einem Neuroradiologen jedoch sinnvoll sein.  ...

Die Geschichte der Angiographie von 1896 bis heute

kszeifert 5 Oct, 2011 10:00

[caption id="attachment_4160" align="alignleft" width="122" caption="erste Angiograghie 1896 (Hand einer Leiche)"][/caption]Bereits wenige Monate nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen im November 1895,welche  das diagnostische und therapeutische Dasein der Medizin entscheidend veränderten, begann mit der Entwicklung der Technik der Gefäßdarstellung auch schon die Geschichte der Angiographie.Die erste Angiographie wurde bereits im Januar 1896 also 2 Monate nach der Entdeckung der Röntgenstrahlung durchgeführt. Anfänglich war dies jedoch nur an Leichen möglich, da kein für den Menschen geeignetes Kontrastmittel verfügbar war. Bei dieser ersten Visualisierung von Gefäßen wurde die sogenannte Teichmann-Paste verwendet, eine Mischung aus Kreide, Zinnober und Steinöl.Bis zur Veröffentlichung von Berichten über Angiographien am lebenden Menschen 1923 folgte dann ein längerer Weg mit Versuchen an weiteren anatomischen Präparaten und Versuchstieren.Die erste Angiographie der unteren Extremität wurde nach der Entwicklung geeigneter Kontrastmittel 1924 in Amerika durchgeführt.

Strahlenschäden bei Untersuchungen mit langer Durchleuchtungszeit:

kszeifert 22 Jul, 2011 10:10

Strahlenschäden sind auch bei Durchleuchtungen möglich.[caption id="" align="alignleft" width="259" caption="18-21 Monaten nach DL - Quelle: US-FDA"][/caption] Ein Review-Artikel im "American Journal of Roentgenology" vom Juli 2001 listet weltweit 73 Fälle von strahlenbedingten Hautverletzungen aufgrund langer Durchleuchtungszeiten bei interventionellen Maßnahmen auf, in 60% der Fälle nach Koronar-Prozeduren.In 18 Fällen wurden Hauttransplantationen notwendig. 47 Fälle stammten aus den letzten zehn Jahren.