Strahlentherapieerfolg bei Kopf-Hals-Tumore wird durch Rauchen verschlechtert
Ein weiteres Argument das Rauchen auf zu geben liefert eine Fallstudie im “International Journal of Radiation”. Diese zeigt das sich das Rauchen während einer Strahlentherapiebehandlung signifikant auf die Überlebenschancen auswirkt.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren für ein Kopf-Hals-Tumor gehören neben dem Alkoholabusus das Rauchen. Trotz allem nehmen nicht alle Patienten die Erkrankung als Anlass ihre Lebensgewohnheiten zu ändern. Dies wirkt sich jedoch denkbar ungünstig auf die Ergebnisse der Radiotherapie aus.
Allen Chen von der Davis School of Medicine in Sacramento macht dabei weniger die krebserregenden Schadstoffe verantwortlich als mehr die Tatsache, dass das Rauchen die Oxygenierung des Blutes vermindert. Dadurch fehlenden die Sauestoffradikale, die die Wirkung der Strahlentherapie im Gewebe vermitteln, vermutet der Experte.
101 Patienten die während der Therapie rauchten wurden einer Gruppe die das Rauchen aufgehört haben gegenübergestellt. Die Ergebnisse lieferten klare Signale: 5 Jahre nach der Radiotherapie waren nur noch 23 Prozent der Raucher am Leben gegenüber 55 Prozent der Patienten, die es geschafft hatten aufzuhören. Auch in der lokoregionalen Tumorkontrolle (58 vs. 69 Prozent) und im krankheitsfreien Überleben (42 vs. 65 Prozent) nach 5 Jahren waren die fortgesetzten Raucher im Nachteil.
Dass das Rauchen für die verschlechterte Prognose verantwortlich ist, wird mit dieser Fall-Kontroll-Studie streng genommen nicht belegt, da die Todesursachen nur schlecht ermittelt werden konnten. Es sei daher auch möglich, dass einige Patienten an anderen Folgen des Rauchens gestorben seien und nicht an ihrem Kopf-Hals-Tumor, dies macht am Ende jedoch keinen Unterschied.
Quelle:
aerzteblatt.de