Radiologen erforschen ein historisches Röntgengerät von 1896
Erste Röntgengeräte ließen Umgebung grün leuchten
Radiologen erforschen ein historisches Röntgengerät von 1896:
Bei den ersten Geräten war die Strahlenbelastung rund 1500 Mal höher als heute.

Links: Eine historische Röntgen-Aufnahme vom 23.1.1896 zeigt eine Hand des Mediziners Albert von Kölliker. Rechts: Wilhelm Conrad Röntgen durchleuchtet einen jungen Patienten.
Ein grünlicher Schimmer erleuchtet den Raum. Blitze schlagen aus der altertümlich aussehenden Apparatur. Es knackt laut, und es riecht stechend nach Ozon. So sieht es aus, wenn eine der ersten Röntgen-Apparaturen aus dem Jahr 1896 wieder in Betrieb genommen wird. Dies tat der niederländische Radiologe Gerrit Kemerink von der Universitätsklinik Maastricht und berichtet im Journal „Radiology“ von seinem ungewöhnlichen Experiment: Geröntgt wurde die Hand eines Verstorbenen
Die Experimente zeigten, dass die Strahlendosis 1896 für die Aufnahme einer Hand 74 Millisievert (mSv) betrug. Heute werden dafür nur noch 0,05 mSv benötigt – also rund 1500 Mal weniger Strahlung. Und was mit dem wild blitzenden System 90 Minuten dauerte, ist heute in nur 21 tausendstel Sekunden erledigt.
Quelle: http://www.welt.de/gesundheit/article12908592/Erste-Roentgengeraete-liessen-Umgebung-gruen-leuchten.html vom 22.3.11