Die erste Beobachtung von Röntgenstrahlung durch Wilhelm Conrad Röntgen erfolgte am Physikalischen Institut der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am späten Freitagabend des 8. November 1895 als – wie er es selbst beschrieb – „sich keine dienstbaren Geister mehr im Hause befanden“. Bereits sieben Wochen später, am 28. Dezember 1895, reichte er eine Arbeit zur Veröffentlichung ein unter dem Titel: Über eine neue Art von Strahlen.
Röntgen gilt als Entdecker der heute nach ihm benannten Strahlen, obwohl feststeht, dass schon andere vor ihm Röntgenstrahlung erzeugt haben. In den von Johann Hittorf und William Crookes entwickelten Kathodenstrahlröhren, die auch Röntgen für seine Experimente verwendete, entsteht Röntgenstrahlung, die in Experimenten von Crookes und ab 1892 von Heinrich Hertz und seinem Schüler Philipp Lenard durch Schwärzung von fotografischen Platten nachgewiesen wurde, ohne sich aber offenbar über die Bedeutung der Entdeckung im Klaren zu sein. Auch Nikola Tesla experimentierte ab 1887 mit Kathodenstrahlröhren und erzeugte dabei Röntgenstrahlung, veröffentlichte seine Ergebnisse aber nicht. Es wird auch behauptet, dass die X-Strahlen von einem österreichischen Wissenschaftler ukrainischer Herkunft Johann Puluj schon im Jahr 1881 entdeckt wurden.
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K-H. Szeifert Geschichte der Radiologie, Wissen
Eines der am schwersten zu verstehenden Geräte bei der Arbeit eines MTRA ist unbestritten das MRT. Allein die Einarbeitungszeit ist schon enorm. Um aber richtig gut im MRT zu sein, sollte und muss man sich mit den physikalischen Grundlagen befassen, die hinter dieser Untersuchungstechnik stehen und sie auch weitestgehend verstehen. Und dennoch, selbst nach vielen Jahren Erfahrung am MRT wird man immer noch auf Phänomene stoßen, die man sich nicht auf Anhieb erklären kann.
Jetzt hat sich bei MTA-R.de eine Gruppe von MRT-Spezialisten gemeldet, die ihr Wissen gerne mit uns allen teilen möchte.
Mta-r.de hat die Gruppe gebeten sich vorzustellen und über ihre Intension auf mta-r.de zu berichten. Nachstehend das kleine Interview:
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Sebastian Preisner MRT / Kernspintomographie, Radiologie, Wissen
Ärzte sind laut Röntgenverordnung dazu verpflichtet, ihre Patienten zu bisherigen Röntgenuntersuchungen zu befragen. Mithilfe des Röntgenpasses wird dieser Vorgang erleichtert und unnötige zusätzliche Strahlenbelastungen können vermieden werden. Zudem kann der Arzt aktuelle Röntgenbefunde mit alten Ergebnissen vergleichen. Daher ist es empfehlenswert, einen Röntgenpass zu führen und diesen zu allen Untersuchungen mitzubringen. Praxen und Kliniken, in denen geröntgt wird, sind dazu verpflichtet, Röntgenpässe anzubieten.
Die Bestimmungen des § 28 RöV (Röntgenpass und die Aufzeichnungspflichten) sollen u. a. den anwendenden Arzt unterstützen, die Strahlenexposition des Patienten und das mit der Anwendung von Röntgenstrahlung im Einzelfall bedingte Risiko beurteilen zu können. Zum Schutz des Patienten sollen Mehrfachexpositionen, z.B. beim Wechsel des untersuchenden oder behandelnden Arztes, bei der Überweisung zu anderen Ärzten oder Institutionen, in Krankenhäuser oder sonstigen ärztlichen Einrichtungen durch Nutzung der Aufzeichnungen vermieden werden.
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K-H. Szeifert Allgemein, MTA-R Recht, Strahlenschutz
Fabella – ein zusätzlicher kleiner Knochen, der als Zufallsbefund bei Röntgenaufnahmen häufig in der Kniekehle nachweisbar ist.
Als Fabella (lat. Verkleinerungsform von lat. faba „Bohne“), auch Os sesamoideum musculi gastrocnemii oder Vesalisches Sesambein (nach Andreas Vesalius), bezeichnet man ein Sesambein (ein in eine Sehne eingelagertes Knöchelchen) in der Ursprungssehne des Musculus gastrocnemius. Es befindet sich an der Hinterseite des Kniegelenks, unmittelbar oberhalb des Kondylus des Femurs.
In der Betrachtung von seitlichen Röntgenaufnahmen des Kniegelenkes steht oft die Frage eines traumatisch abgesprengten Knochenfragmentes im Raum. Die Fabella weist jedoch, im Gegensatz zu einem Fragment, eine allseitige Kortikalis ohne Kontinuitätsunterbrechung auf. Weiterhin differentialdiagnostisch miteinzubeziehen ist in diesem Zusammenhang der Stieda-Pellegrini-Köhler-Schatten.
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K-H. Szeifert Fallbeispiele, Grundwissen, Röntgen
Die Patellaluxation ist eine der häufigeren Knieverletzungen. Sie ist eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Führung springt (Luxation). Meist bewegt sich die Kniescheibe spontan in ihre Ursprungsstellung zurück (Reposition). Selten verbleibt sie in ihrer Verrenkungsstellung außen (lateral) am Kniegelenk.
Häufigste Ursache für eine Patellaluxation ist die angeborene Fehlausbildung der Kniescheibe und des Gleitlagers (Dysplasie) und in zweiter Linie eine Fehlstellung (Genu valgum, „X-Beine“) des Kniegelenkes. Dadurch gleitet die Kniescheibe tendenziell nicht zentral zwischen den Femurkondylen, sondern zu weit außen (lateral). Bei zunehmender Beugung kann es zu einer Verrenkung kommen. Begünstigend wirken Drehbewegungen im Kniegelenk z.B. beim Sport, wodurch der Ansatzpunkt der Kniescheibensehne nach außen verlagert wird und damit die Zugrichtung der Sehne verändert wird.
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K-H. Szeifert Fallbeispiele, Radiologie, Röntgen
Die Patella partita ist eine Hemmungsfehlbildung der Kniescheibe.
Die Kniescheibe bildet sich aus mehreren Knochenkernen, die im Laufe der embryonalen Entwicklung (Ontogenese) verschmelzen. Bleibt diese Verschmelzung aus, entsteht eine im Röntgenbild sichtbare scheinbare Teilung der Kniescheibe in zwei (Patella bipartita), drei (Patella tripartita) oder mehrere (Patella multipartita) Anteile.
Die Ursache der ausbleibenden Verschmelzung ist nicht bekannt.
In einzelnen Fällen sieht im Röntgenbild auch ein pseudarthrotisch nicht verheilter Bruch der Kniescheibe wie eine patella partita aus. Die Ränder des Bruches sind dann auch abgerundet und mit Corticalis überzogen.
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K-H. Szeifert Fallbeispiele, Radiologie, Röntgen