Die Primärtherapie des Rektumkarzinoms (Mastdarmkarzinoms) erfolgt chirurgisch. In Abhängigkeit von Tumorausdehnung und Lymphknotenbefall (Patienten der Stadien II und III, pT3, pT4 und/oder pN1-3, M0) sollte eine postoperative kombinierte Radiochemotherapie durchgeführt werden. Die Strahlendosis beträgt hierbei 50-56 Gy bei 1,8 Gy täglicher Einzelfraktion. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Fachgebiet, Strahlentherapie
Die hoch dosierte postoperative Strahlenbehandlung (Gesamtreferenzdosis in Shrinking-field- Technik 66 – 70 Gy) hat, außer bei T1-, G1- und oberflächlich gelegenen Tumoren, wesentliche Bedeutung bei allen großen, tief gelegenen Weichteilsarkomen, die nur mit marginaler Sicherheitszone entfernt werden können und ein fortgeschrittenes Grading haben. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Strahlentherapie
Neoplasien des lymphatischen Systems kommen in Form des Morbus Hodgkin und der Non-Hodgkin-Lymphome vor.
An Morbus Hodgkin erkranken überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, seltener ältere Erwachsene. Ausgehend meist von einer Lymphknotenschwellung am Hals und im Mediastinum kann sich die Erkrankung über alle Lymphknotenstationen des Körpers ausbreiten, die kraniokaudale Ausbreitung ist die häufigste Variante. Solange lediglich wenige Lymphknotenstationen ober- oder unterhalb des Zwerchfells befallen sind (Stadium I-II) kann eine alleinige definitive Strahlentherapie in 80% zu einer dauerhaften Ausheilung der Erkrankung führen. In einer aufwändigen Bestrahlungstechnik (sog. “Großfeldtechnik”) werden hierbei alle Lymphknotenregionen des Körperstamms mit 30-36 Gy bestrahlt, im Bereich der befallenen Lymphknoten werden 40-44 Gy appliziert. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Grundwissen, Strahlentherapie
Es erkranken jährlich in Deutschland etwa 300.000 Menschen an Krebs und etwa jeder fünfte Deutsche stirbt an einer Tumorerkrankung, eine Zahl, die in den nächsten Jahren zweifelsohne zunehmen wird.
Etwa 55% aller Patienten werden mit einer noch örtlich begrenzten Tumorerkrankung diagnostiziert und kommen so zur Therapie, hiervon können ca. zwei Drittel durch die lokalen Therapiemaßnahmen (Chirurgie und Strahlentherapie) geheilt werden. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Fachgebiet, Stichwortsonntag, Strahlentherapie
Das Speiseröhrenkarzinom (Ösophaguskarzinom) entsteht meistens in Folge von Nikotin- und Alkoholabusus. Ist der Patient aufgrund seines Allgemeinzustandes nicht operabel oder aufgrund der Tumorausdehnung voraussichtlich nicht vollständig im Gesunden resektabel (R0-resektabel), wird eine definitive kombinierte Radiochemotherapie durchgeführt.
Während der sieben Wochen dauernden Therapie erhält der Tumor eine Dosis von ca. 63 Gy, in der ersten und fünften Behandlungswoche werden täglich die bei Ösophaguskarzinomen nachweislich wirksamen zytostatisch wirksamen Medikamente Cisplatin und 5-FU als Infusionen verabreicht. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Fachgebiet, Stichwortsonntag, Strahlentherapie
Hauptziel einer jeden Strahlentherapie bösartiger Tumoren ist die maximale Zerstörung aller Tumorzellen bei möglichst geringer Schädigung der den Tumor umgebenden normalen Gewebe.
Der Angriffsort der Bestrahlung ist die im Zellkern jeder Zelle befindliche DNA (Desoxyribonukleinsäure). Diese ist Träger der Erbinformation, die bei jeder Zellteilung an die Tochterzellen weitergegeben wird. (weiterlesen …)
Adrian Adamiok Allgemein, Basiswissen, Stichwortsonntag, Strahlentherapie
Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) tritt meistens bei Frauen im jungen und mittleren Lebensalter auf. Bei den frühen Ausbreitungsstadien kann eine operative Entfernung der Gebärmutter und der Beckenlymphknoten (OP nach Wertheim-Meigs) für die meisten Patientinnen eine Heilung erbringen.
Die fortgeschritteneren Tumorausbreitungsstadien mit Einwachsen des Tumors in die Parametrien und Befall der Beckenlymphknoten sowie Ausbreitung auf die Scheide können nicht langfristig erfolgreich allein operativ behandelt werden. (weiterlesen …)
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