Über den Umgang mit Speicherfolien

adrianadamiok 13 Jul, 2011 10:00

Wie geht man am besten mit den Speicherfolien um - und was sollte man tunlichst vermeiden.

Eine Speicherfolie besteht aus mehreren Schichten:

  1. Schutzschicht:
    • Eine transparente Schicht, die zum Schutz vor mechanischer Beanspruchung dient
  2. Phosphoreszenzschicht:
    • Sie ist 5- 10 µm dick. Sie enthält die Barium-Fluor-Bromid-Kristalle, die mit Europium dotiert sind (BaFBr:Eu2+). Die Kristalle sind mit einem Bindemittel aufgebracht. Durch eine Sekundäranregung kann die gespeicherte Energie in Form von Licht abgegeben werden
  3. Reflexionsschicht:
    • Diese besteht aus einer Bindesubstanz, in denen sich Licht reflektierende Partikel befinden
  4. Leitfähige Schicht:
    • Sie beugt elektrostatischen Aufladungen vor. Gleichzeitig absorbiert sie Licht, was zu einer Verbesserung der Bildschärfe führt.
  5. Polyesterschicht:
    • Sie dient als Unterlage
  6. Lichthofschutzschicht:
    • Hier sind Kohlepartikel eingearbeitet, die das Licht absorbieren

Der Umgang mit den Speicherfolien erfordert eine gewisse Sorgfalt, damit eine lange Haltbarkeit derselben gewährleistet ist:

Mechanische Belastungen vermeiden.

  • Nicht auf den Boden fallen lassen
  • Folie nicht biegen o.ä.
  • Durch Schmutz und Staub kann die Bildqualität vermindert werden. Darum müssen die Folien regelmäßig (1mal im Monat) mit einem speziellen Reiniger gesäubert werden​

Lagerung

  • Die Folien keinem direkten Sonnenlicht oder anderen Strahlungsquellen aussetzen
  • Auf einer ebenen Unterlage lagern
  • Maximal bei 33-35°C und einer maximalen relativen Luftfeuchtigkeit lagern

Weitere Besonderheiten zu Speicherfolie

  • Vor jeder Kinderaufnahme oder Aufnahmen von Schwangeren sollte eine Sekundärlöschung der Folie durchgeführt werden, um zwischenzeitlich absorbierte natürliche Strahlung zu löschen. Ebenfalls, wenn sie länger als 8 Stunden nicht verwendet wurde
  • Kleinere Formate bieten eine höhere Auflösung, daher die Kassette immer der Objektgröße anpassen
  • Es sollte auf ein gutes Einblenden geachtet werden
  • Das Objekt sollte zentrisch gelagert werden

Technische Details der Speicherfolie:

  • Die effektive Quantenausnutzung (DQE) beträgt etwa 18-28,5
  • Die Ortsauflösung ist abhängig von der Größe des Filmformates und seiner Matrixgröße. Je nach Filmformat 2,5 – 5 LP/mm
  • Die Kontrastauflösung wird stark von der DQE eines Detektors bestimmt​
Hier steht ihr Bildtitel

Vorteile und Nachteile der Speicherfolie:

  • Die Kennlinie der Speicherfolie verläuft linear. Der dadurch entstehende große Dynamikbereich (über 4.000 Graustufen = 12 bit) macht Fehlbelichtungen nahezu unmöglich.
  • Sie ist wie die Film-Folien-Kombination an allen Arbeitsplätzen einsetzbar
  • Röntgendosis kann reduziert werden
  • Bilder können beliebig nachbearbeitet werden
  • Schneller Zugriff auf die Daten

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Kommentare

Gerri vor 6 Jahre

Bitte unbedingt den Hersteller fragen ob ein Mittel zur Reinigung der Speicherfolien benutzt werden darf.Hintergrund: Verschiedene Hersteller- Verschiedene Folien.