Teleradiologie

Personelle Voraussetzungen für die regelrechte Durchführung teleradiologischer Untersuchungen

kszeifert 4 Jan, 2017 13:00
Voraussetzungen für Ärzte am teleradiologischen Untersuchungsort

gemäß § 3, Abs. 4 der Röntgenverordnung vom 08.01.1987, zuletzt geändert am 04.10.2011 und der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz müssen die beteiligten Personen bestimmte Voraussetzungen einhalten

Personelle Voraussetzungen für die Teleradiologie

Zur Durchführung teleradiologischer Untersuchungen bedarf es einer optimalen

Teleradiologische Haupdarsteller

Zusammenarbeit zwischen den drei beteiligten „Hauptdarsteller“

  1. Teleradiologie
  2. MTRA
  3. Arzt am Ort der technischen Durchführung.

gemäß § 3, Abs. 4 der Röntgenverordnung vom 08.01.1987, zuletzt geändert am 04.10.2011 und der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz müssen die beteiligten Personen folgende Voraussetzungen einhalten:

A. Teleradiologe: (nicht am Untersuchungsort)

Eine Person nach § 24 Abs. 1 Nr. 1 RöV – Radiologe mit gültiger Fachkunde im Strahlenschutz für das Gesamtgebiet der Röntgenuntersuchungen.

B. MTRA:

Für die Bedienung der Anlage und mit gültiger Fachkunde zur technischen Durchführung von Röntgenanendungen am Ort der Untersuchung. (Personen mit Kenntnissen im Strahlenschutz, wie z.B. MFA erfüllen diese Voraussetzung nicht!)

C. Arzt am Ort der technischen Durchführung

Der am Ort der technischen Durchführung anwesende Arzt benötigt gemäß dieser Richtlinie:

1. Kenntnisse im Strahlenschutz

(Kurs nach Anlage 7.2 der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz [4h Theorie – Kursteilnahmebestätigung, praktische Unterweisung – Bescheinigung vom Unterweiser])

Auszug aus der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz:

Der praktische Teil der Kenntnisvermittlung im jeweiligen Anwendungsgebiet erfolgt vor Ort durch einen Arzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, unter dessen Aufsicht der Arzt bei der Anwendung steht, oder durch eine von diesem beauftragte Person, welche die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt (z.B. MTRA, MPE)

Gemäß § 18 a Abs. 2 der Röntgenverordnung, ist o. g. Kenntniskurs im Strahlenschutz alle 5 Jahre zu aktualisieren.

2. Praktische Erfahrungen:

Auszug aus der Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz:

Die praktische Erfahrung ist über zwei Wochen hinweg arbeitstäglich in dem für die Teleradiologie relevanten Anwendungsgebiet zu erwerben und mit einem Zeugnis des fachkundigen Arztes mit Aufführung der Zahl der durchgeführten Untersuchungen und der Art der Tätigkeiten nachzuweisen. Es sollen Erfahrungen insbesondere zu den Abläufen der Röntgenanwendung und der Teleradiologie erworben werden, um den Patienten in Kombination mit den durch den Teleradiologen bereitgestellten Informationen aufklären, den Untersuchungsablauf (einschließlich Kontrastmittelgabe) vor Ort überwachen und kurzfristig beeinflussen sowie die teleradiologiespezifischen Komponenten und evtl. notwendige Ausfallkonzepte einsetzen zu können.

Voraussetzungen für Ärzte am teleradiologischen Untersuchungsort

Ein Arzt am Untersuchungsort mit Fachkunde im Strahlenschutz benötigt die Kenntnisse nach Anlage 7.2 der Richtlinie nicht, er muss nur noch die praktischen Erfahrungen nach Punkt 2 nachweisen.

Die erforderlichen theoretischen Kenntnisse des Arztes am Untersuchungsort gelten als nachgewiesen, wenn eine Fachkunde im Strahlenschutz nach dieser Richtlinie und die Bestätigung eines Teleradiologen über eine ausreichende praktische Erfahrung und Einweisung für eine Tätigkeit als Arzt am Untersuchungsort vorliegen.

Quellen: Merkblätter der Landesärztekammer Brandenburg der Landesärztekammer Baden-Württenberg sowie der Ärztekammer Nordrhein

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