Indirekter Strahlenschutz – Schön wenn man ihn noch hat!

kszeifert 12 Jan, 2017 09:04

Für Frauen sehr gut – für Männer tabu ! Indirekter Strahlenschutz zum Einschub in die Tiefenblende

Indirekter Strahlenschutz – Schön wen man ihn noch hat!

Als Gonadenschutz bei Frauen sehr gut – bei Männen allerdings verboten

Immer wieder hört man, dass dieser Schutz nicht mehr erlaubt sei.

Das stimmt aber nur teilweise.

Angeblich seien deshalb sogar schon viele dieser Objekte entsorgt worden, obwohl sie ein sehr geeignetes Mittel sind, bei Frauen die Ovarien innerhalb des Nutzstrahlenfeldes abzudecken. - Insbesondere wenn man sie frei verschieblich mit Magnethaftung an die Tiefenblende anbringen kann.

Nicht mehr erlaubt ist diese Form des Strahlenschutzes beim Mann zur Abdeckung der Hoden. Hier ist eine umhüllende Hodenkapsel Vorschrift.

Achtung bei Belichtungsautomatik: Die Messkammern der Automatik dürfen natürlich nicht über den durch den Schutz abgedeckten Bereich liegen.

Leider habe ich keine Quelle gefunden, wo man diesen Strahlenschutz noch kaufen kann. - Sollte jemand einen Anbieter kennen - bitte diesen gerne im Kommentar unten eintragen.

Nachstehend zu dem Thema ein Beitrag aus dem Forum-RöV

Frage:2560 BETREFF: Indirekter Ovarienschutz - Einschub in die Tiefenblende
Sehr gehrter Herr Prof Ewen, die Leitlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik fordert grundsätzlich bei weiblichen Personen die Anwendung eines Ovarienschutzes als direkte Abdeckung oder als indirekter Ovarienschutz durch Einschieben einer Bleiplatte in die Tiefenblende , soweit hierdurch der Informationsgehalt der Untersuchung nicht wesentlich eingeschränkt wird oder die Wahrscheinlichkeit von Wiederholungsaufnahmen nicht deutlich erhöht wird. Bei einer kürzliche Schulung behaupteten allerdings einige Teilnehmer, dass der indirekte Ovarienschutz durch Einschieben einer Bleiplatte in die Tiefenblende angeblich nicht mehr erlaubt sei. Das hätte angeblich die ärztl.Stelle Hessen so behauptet!!!??? Deshalb hätten sie diese Strahlenschutzmittel entsorgt. Eine nachvollziehbare Begründung wurde mir allerdings nicht geliefert und ich kann mir bisher auch keine Erklärung dazu ableiten. Was halten Sie davon? Herzlichen Dank und viele Grüße Karl-Heinz Szeifert
Antwort: Sehr geehrter Herr Szeifert, da ist wohl die Meinung der ärztlichen Stelle Hessen bei einigen Teilnehmern der Schulung nicht vollständig korrekt rüber gekommen. Gemeint war: indirekter Gonadenschutz bei weiblichen Personen (indirekter ´Ovarien´schutz) ja, indirekter Gonadenschuz bei männlichen Personen nein, weil eine Hodenschutzkapsel deutlich mehr an Dosisreduzierung bringt als ein indirekter ´Hoden´schutz, wenn Letztgenannter überhaupt eine Wirkung hat. Mit freundlichem Gruß K. Ewen

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