Fallbeispiel

Große Milzzyste

Karl-Heinz Szeifert 10 Jul, 2018 00:00

Bei einer Milzzyste handelt es sich um einen durch eine Kapsel abgeschlossenen, sackartigen Hohlraum mit einem dünn- oder dickflüssigen Inhalt. Die Funktion der Milz wird durch die Milzzyste in der Regel nicht beeinträchtigt.

Große verkalkte Milzzyte. Foto: mta-r.de

Primäre Zysten der Milz sind selten und sind meist angeboren. Sekundäre Zysten entstehen aufgrund anderer Ursachen.

Am häufigsten sind Pseudozysten, die meistens posttraumatisch, das heißt als Folge eines Unfalls, auftreten. Daneben gibt es die parasitären Zysten, die meistens Larven von Bandwürmern (Echinokokken) enthalten.

Patienten mit Milzzysten sind häufig beschwerdefrei. Die Zysten werden oft als Zufallsbefunde im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung entdeckt.

Die meisten Zysten bedürfen keiner gezielten Behandlung. Bei nicht entzündeten, zufällig entdeckten Zysten der Milz und nach Ausschluss einer parasitären Erkrankung besteht keine unbedingte, dringliche Notwendigkeit einer Therapie.

Quelle: www.webseits.de


MRT (T2 haste) Milzzyste 7 cm Ø - Foto: mta-r.de

Fallbeispiel:

Patient 77 Jahre alt. Wegen Colon-Ca und Hemicolektomie in stationärer Behandlung. Anamnestisch sei ein Bauchtrauma im Kindesalter bekannt.

Rö-Abdomen - (Nebenbefund): Mitabgebildet - eine große verkalkte Milzzyte.

MRT - (Nebenbefund):

Darstellung einer glatt begrenzten T2 signalreichen Raumforderung von ca. 7 cm Durchmesser in der Milz mit randständiger Signalabsenkung.

Milzzysze im CT

CT - (Nebenbefund):

Vekalkte Milzzyste

Beurteilung - (Nebenbefund):

Anamnestisch bekannter Milzherd, entsprechend am ehesten einem posttraumatischen abgekapselten Hämatom nach Trauma in der Kindheit.


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