Fallbeispiel

Thorax: Interlobärerguss

kszeifert 27 Mar, 2017 00:00

Unter einem Interlobärerguss versteht man eine Ansammlung von Transsudat oder Exsudat zwischen zwei Lungenlappen.

Abb. 1 - Foto: mta-r.de

Nach einer abgelaufenen Pleuritis kann es zu narbigen Verklebungen zwischen Pleurablättern kommen, die das freie Auslaufen eines Pleuraergusses verhindern: Dieser wird somit im Lappenspalt "gefangen" und kapselt sich ab.

Das Transsudat oder Exsudat kann nicht zur Zwerchfellbasis abfließen, da die Lappengrenzen entzündlich miteinander verklebt sind.

Im Röntgenbild stellt sich der Interlobärerguß spindelförmig oder rundherdartig dar.

Am häufigsten findet man einen Interlobärerguß im kleinen Lappenspalt rechts.

Auf diese Weise kann das Bild eines Tumors vorgetäuscht werden.

Abb.2 - Foto: mta-r.de

Abb.1
Interlobärerguß in Projektion auf den großen Interlobärspalt mit homogener, zitronenförmiger Verschattung.

Abb.2 - die dazugehörige zweite Ebene.

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