Dosisindikatoren in der „Digitalen Radiographie“

kszeifert 20 Feb, 2012 10:00

Dosisindikatoren in der „Digitalen Radiographie“

Immer mehr Kliniken und Praxen stellen auf ein digitale Radiographie Systeme (DRS) um, die von unterschiedlichen Firmen hergestellt werden. Für den in der digitalen Radiographie geforderten Dosisindikator wurden allerdings von den einzelnen Firmen unterschiedliche Festlegungen getroffen. Dies hat zu Realisierungen mit unterschiedlicher Messmethodik, Darstellung und Genauigkeit geführt.

Der Dosisindikator bietet sowohl MTRA als auch dem Radiologen Hilfestellung dabei, die Dosierung einer bestimmten Untersuchung einzuschätzen. Obwohl die Dosisindikatoren leider nicht standardisiert sind – sowohl Bezeichnung als auch die Größenordnung der Werte sind von Hersteller zu Hersteller different, so gibt der Dosisindikator immerhin einen Hinweis, ob die Dosis zu hoch oder zu niedrig gewesen sein könnte.



Der Dosisindikator ist ein vom digitalen Bildempfängersystem zu jedem Bild angegebener herstellerspezifischer Wert, der unter gleichen Aufnahmebedingungen mit der Bildempfängerdosis korreliert.  In der digitalen  Radiographie gibt es bei automatischer Signalnormierung keinen Zusammenhang mehr zwischen Bildempfängerdosis und optischer Dichte des Films bzw. Leuchtdichte des Bildwiedergabegeräts.  Der Dosisindikator soll daher dem Anwender des Systems auch die Möglichkeit geben, Rückschlüsse auf die für ein Bild verwendete Dosis zu erhalten.

Der Dosisindikator ist im DICOM-Header gespeichert und sollte auch für den Befunder auf dem Bildwiedergabegerät angezeigt werden.

Im nationalen und internationalen Rahmen wird zurzeit an einer Vereinheitlichung der Anforderungen für den  Dosisindikator gearbeitet.

Eine kleine Übersicht der verschiedenen Dosisindikatoren gibt die Nachstehende Tabelle:



Dosisindikatoren einiger Hersteller - Größenordnung im Verhältnis zur Detektordosis bzw. Empfindlichkeitsklasse



Siehe auch unseren Blogartikel "Unerkannte Überexpositionen beim digitalen Röntgen" vom 12.1.2012 auf mta-r.de
Ausführlichen Informationen über die Zusammenhänge der Dosisindikatoren gibt es zum Beispiel auch  hier:


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