SPECT – Schwächungskorrektur
Single-Photon-Emissionscomputertomographie (Teil 5)
5.1 Rechnerische Schwächungskorrektur nach Chang
Bei der Schwächungskorrektur nach Chang wird eine Maske mit einem bestimmten Schwächungskoeffizienten über die Schnitte gelegt, die die Zählraten im Zentrum des Aufnahmeobjektes je nach Abstand zum Aufnahmerand erhöht und dadurch den Zählratenverlust durch längeren Weg ausgleicht.
Diese Methode kann man aber nur in Körperbereichen anwenden, die eine homogene Dichte besitzen, z.B. bei der Hirn-SPECT.
5.2 Gemessene Schwächungskorrektur mit einer externen Strahlenquelle
Bei der gemessenen Schwächungskorrektur wird die tatsächliche Dichteverteilung mit Hilfe einer externen Strahlenquelle gemessenen. Die externe Strahlenquelle ist meist eine Linienquelle aus dem radioaktiven Isotop (153-Gadolinium) oder (133-Barium).
Mit der externen Strahlenquelle wird eine Transmissionsmessung gemacht, mit deren Hilfe die Dichteverteilung im Patientenkörper ermittelt wird. Diese wird für die Schwächungskorrektur herangezogen. Ein typischer Anwendungsbereich hierfür ist die Myocardszintigraphie.
Seit einigen Jahren wird statt einer radioaktiven Linienquelle für die Transmissionsmessung ein CT verwendet. Dieses CT ist mit einer Gammakamera kombiniert und nennt sich SPECT-CT. Das SPECT-CT bietet nicht nur eine schnellere Transmissionsmessung und somit eine verbesserte Schwächungskorrektur, sondern auch eine Bildfusion (Übereinanderlegen) von SPECT-Daten und CT-Daten. Dies ermöglicht eine bessere Diagnosestellung.
wird fortgesetzt
Quellenangaben für alle Artikel der SPECT-Serie von Astrid Marqart!
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